UferschnepfeDer direkte Schutz von Wiesenvogelgelegen - gemeint sind dabei vor allem Kiebitz, Uferschnepfe, Austernfischer und Rotschenkel - wird im nördlichen Niedersachsen seit einigen Jahren mit wachsendem Erfolg praktiziert. Das Schutzkonzept stammt ursprünglich aus den benachbarten Niederlanden. Hier hat der Gelegeschutz eine langjährige Tradition. Durch gezielte Markierung können die Nester bei der Bewirtschaftung ausgespart und so von der einer Zerstörung bewahrt werden.

Der Schlüssel zum Erfolg des Gelegeschutzes liegt in der Freiwilligkeit der Schutzmaßnahme. Die teilnehmenden Landwirte gehen keinerlei vertragliche Verpflichtung ein. Sie können jederzeit aus dem Projekt aussteigen. Je nach betrieblicher Arbeitsbelastung beteiligen sich die Landwirte mehr oder weniger intensiv an der Nestersuche. Wichtig ist eine regelmäßige Abstimmung über die Gelegefunde, anstehende landwirtschaftliche Arbeiten etc. zwischen den Beteiligten.

Neben einer guten Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft ist auch die finanzielle Grundlage derartiger Programme sicherzustellen. Durch das Projekt Umwelt und Küste im Jahr 2005 ist die Naturschutzstiftung in der Lage seit 2006 in ausgewählten Marschenbereichen im Landkreis Friesland (Idagroden, Gemeinde Zetel; Adelheidsgroden, Gemeinde Bockhorn; Twickelser Groden, Stadt Varel; Zielens, Stadt Schortens) den Gelegeschutz für die heimischen Wiesenbrutvögel durchzuführen.

Bericht Gelegeschutz 2015 zum Herunterladen

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