Biotoppflegeeinsatz auf Wangerooge

ArbeitseinsatzAuch zukĂŒnftig können NonnengĂ€nse und Löffelenten auf Wangerooge an der Nationalparkstation West brĂŒten. DafĂŒr sorgten sechzehn Freiwillige im Alter zwischen 8 und 68 Jahren, die im Februar im Rahmen eines Arbeitseinsatzes StrauchbestĂ€nde entfernten, die sich auf dem GelĂ€nde entwickelt hatten. Einen Tag lang trotzten sie dem anhaltenden Nieselregen, bis das GelĂ€nde um einen alten Bombentrichter herum schließlich freigeschnitten, das Strauchgut zusammengetragen und abschließend geschreddert war.

Bombentrichter, Relikte aus dem 2. Weltkrieg, sind auf Wangerooge die einzigen offenen SĂŒĂŸwasservorkommen und daher wertvolle Biotope fĂŒr Tiere und Pflanzen. Sie verbuschen jedoch im Laufe der Zeit, so dass der Bewuchs regelmĂ€ĂŸig zurĂŒckgeschnitten werden muss, um sie als BrutplĂ€tze und als Lebensraum fĂŒr viele wasserabhĂ€ngige Tiere wie Libellen und die seltene Kreuzkröte zu erhalten.
Der Mellumrat, der die Insel Wangerooge bereits seit 1935 naturschutzfachlich betreut, hatte zu diesem Arbeitseinsatz eingeladen. Da es neben dem tatkrĂ€ftigen Einsatz auch darum ging, den Teilnehmern Kenntnisse ĂŒber das Ökosystem Wattenmeer und die Bedeutung des “Nationalparks NiedersĂ€chsisches Wattenmeer” zu vermitteln, standen an diesem Wochenende außerdem ein Informationsvortrag mit Film, eine Exkursion ĂŒber die Insel und eine Wattwanderung auf dem Programm.

Überfahrt, Unterbringung in der nahe gelegenen Jugendherberge, Vollverpflegung und die erforderlichen ArbeitsgerĂ€te finanzierte die Naturschutzstiftung. Die Betreuung der Helfer erfolgte durch Mitglieder des Mellumrates, die von Insulanern unterstĂŒtzt wurden. So entstanden den Freiwilligen lediglich Kosten fĂŒr die Anreise bis Harlesiel und ParkplatzgebĂŒhren. Ihr Tenor nach einem arbeits- und erlebnisreichen Wochenende lautete: “Wir kommen gerne wieder”.

 

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